Jahresplanung - brauchst Du sie?

Brauchst Du eine Jahresplanung?

Du bist Geschäftsführer eines KMU, Selbständiger oder Solopreneur und fragst Dich, wie Du das nächste Jahr planen solltest? In diesem Artikel geht es darum, welche Argumente für und welche Argumente gegen eine Jahresplanung sprechen.

Außerdem verrate ich Dir, warum ich nur sehr grobe Jahresziele setze und wie ich meine persönliche Planung gestalte.

Was ist eine Jahresplanung?

Kurz gesagt ist die Jahresplanung ein Plan für das kommende oder laufende Jahr. In der Regel werden in ihr Ziele festgelegt, Maßnahmen beschrieben und Budgets erstellt. Man könnte auch sagen, Unternehmer formulieren mit der Jahresplanung einen Business-Plan für das nächste Jahr.

Wie wichtig ist die Jahresplanung?

Manche Unternehmer widmen der Jahresplanung überhaupt keine Aufmerksamkeit. Andere analysieren das vergangene Jahr intensiv und legen detaillierte Jahresziele fest. Sie verbringen am Ende des Jahres viel Zeit mit der Planung. Manche Unternehmer beschäftigen sogar ein ganzes Team mit der Jahresplanung.

Wird zu wenig geplant, kann das dazu führen, dass das Unternehmen Ressourcen verschwendet und Chancen verpasst.

Plant ein Unternehmen zu detailliert, kostet das einerseits Ressourcen bei der Planung. Zum anderen wird das Unternehmen dadurch weniger flexibel, weil es durch die detaillierte Planung nicht mehr auf Veränderungen reagieren kann.

Doch nicht nur Unternehmen planen das kommende Jahr. Für Solopreneure und Selbständige kommt die persönliche Jahresplanung ins Spiel. Für Dich heißt das: Welche Ziele willst Du im nächsten Jahr erreichen?

Argumente für und gegen eine Jahresplanung

Argumente für die Jahresplanung

  • Sie zwingt Unternehmer, sich mit der Strategie zu beschäftigen.
  • Jahresziele helfen dem Unternehmer, eine Richtung für das Jahr vorzugeben.
  • Eine Analyse des abgelaufenen Jahres hilft, Schwachstellen im Unternehmen zu erkennen.
  • Völlig ohne Planung wird ein Unternehmen chaotisch arbeiten.
  • Eine Jahresplanung im Team ist eine gute Gelegenheit, Vision und Mission des Unternehmens zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle im Team noch die gleiche Vision und Mission teilen.
  • Gerade der finanzielle Teil der Jahresplanung, in dem die Einnahmen und Ausgaben geplant werden, ist wichtig, damit das Unternehmen liquide und finanziell stabil bleibt.

Argumente gegen die Jahresplanung

  • Die Jahresplanung kann gerade zum Ende des Jahres sehr viel Zeit fressen.
  • Bei der Jahresplanung können nicht alle Monate realistisch geplant werden. Der Januar liegt viel näher als Dezember und kann daher deutlich realistischer beurteilt werden. Wird der Dezember genauso detailliert geplant wie der Januar, ist diese Planung mit großer Unsicherheit behaftet.
  • Wenn Budgets und Maßnahmen für das ganze Jahr im Voraus festgelegt werden, können Unternehmer schlechter auf Veränderungen reagieren.
  • Sehr detaillierte Planung kann frustrierend sein, weil sie Deinem Team die persönlichen Handlungsmöglichkeiten nimmt.
  • Bei dem langen Planungshorizont besteht die Gefahr, dass die Ziele zu abstrakt bleiben und Unternehmer und Mitarbeiter nicht wirklich ins Handeln bringen.
Die Finanzplanung ist ein wichtiger Aspekt der Jahresplanung

Worauf Du achten solltest, wenn Du das nächste Jahr planst

Setze realistische Ziele

Wenn Du Deine Ziele zu hoch setzt, sind sie keine Ziele mehr. Dann sind sie nur Träume. Ziele, die Du als Solopreneur oder Unternehmer nicht erreichen kannst, werden Dich nicht motivieren, sondern demotivieren.

Das mag am Anfang des Jahres noch anders aussehen. Doch je weiter das Jahr vorrückt und je näher die letzten Monate des Jahres rücken, desto klarer wird es, dass Du unrealistisch hohe Ziele nicht erreichen wirst. Damit legst Du den Grundstein dafür, dass Deine nächste Jahresplanung mehr Frust als Lust wird und Du dann eher pessimistisch in die Zukunft blickst.

Setze anspruchsvolle Ziele

Anspruchsvolle Ziele zu setzen, mag jetzt wie ein Widerspruch zum letzten Tipp klingen. Aber wenn Du Deine Ziele so setzt, dass Du sie ganz sicher erreichen kannst, werden sie Dich nicht motivieren, Deine Aufgaben anzugehen und Dein Business im nächsten Jahr zu verbessern.

Ein ideales Ziel ist einerseits erreichbar, erfordert andererseits aber auch Anstrengung und Einsatz von Dir.

Plane mit Deinem Management-Team

Wenn Dein Unternehmen so groß ist, dass Du ein Management-Team hast, dann beziehe diese Manager in den Planungsprozess mit ein. So stellst Du sicher, dass sie hinter den Zielen stehen und sich dafür einsetzen, dass ihr diese Ziele gemeinsam erreicht.

Jahresplanung im Team

Sorge für Klarheit in der Planung

Wenn Du ein Ziel in Deine Jahresplanung aufnimmst, dann beschreibe es klar und deutlich. Eine Option ist die SMART-Methode, mit der Du prüfst, ob Deine Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sind.

Unklare Ziele können sehr demotivierend wirken. Zum einen ist nicht klar, wenn ein solches Ziel als erreicht gilt. Zum anderen bringt ein unklares Ziel keine Motivation zum Handeln und die mit dem Ziel verbundene Aufgabe wird immer wieder aufgeschoben, weil sie unklar ist.

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Verbinde die festgelegten Ziele und Aufgaben mit Deiner Vision und Deiner Mission

Egal, welches Ziel Du erreichen willst. Wenn Du nicht weißt, warum Du dieses Ziel erreichen möchtest, wird es Dir schwerfallen, in Aktion zu kommen.

Ein Beispiel aus der Schule: Wenn Lehrer erzählen, dass die Schüler fürs Leben lernen, motiviert das die Schüler meist wenig. So war es jedenfalls bei mir. Ich habe meine Aufgaben in der Schule gemacht, weil ich musste, nicht weil ich wollte.

Später im Studium war das anders. Da hatte ich ein Warum zum Lernen. Es hat mehr Spaß gemacht und ich habe auch deutlich bessere Ergebnisse erzielt als in der Schule.

Beachte auch Deine persönliche Planung

Wenn Du Inhaber eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens oder Solopreneur bist, dann ist Dein Business eng mit Deiner Person verbunden. Darum ist Deine persönliche Situation bei der Jahresplanung für Dein Business extrem wichtig.

Angenommen, Du hast Dir privat vorgenommen, ein Haus zu kaufen und zu sanieren. Wenn Du gleichzeitig extrem hohe Ziele für Deine Selbständigkeit zum Beispiel als Solopreneur setzt, wirst Du am Ende des Jahres mit hoher Wahrscheinlichkeit feststellen, dass Du nicht genügend Zeit hattest, um die persönlichen und geschäftlichen Arbeiten zu erledigen.

Vielleicht hast Du die Motivation, wenn Du planst. Vielleicht unterschätzt Du aber auch einfach die Zeit, die nötig ist, um Deine persönlichen Ziele zu erreichen.

Plane Deine Zeit realistisch

Du willst festlegen, was Du im nächsten Jahr erreichen willst? Dann wirf dabei auch einen Blick in Deinen Kalender. Wie viel Zeit bleibt Dir für das Erreichen Deiner Ziele? Schau dabei aber nicht nur auf den Kalender der kommenden Monate. Denn der ist wahrscheinlich noch ziemlich leer. Schau unbedingt auch in den Kalender der letzten Monate.

Wie viele Termine hattest Du? Es ist wahrscheinlich, dass Du im nächsten Jahr ähnlich viele Termine haben wirst. Sorge unbedingt für Puffer in Deiner Planung – gerade, wenn Du für ein ganzes Jahr planst. Denn Unvorhergesehenes wird passieren.

Jahresplanung und Jahresziele - sei realistisch und berücksichtige, wie voll Dein Kalender ist.

Halte Deine Jahresplanung schriftlich fest

Wenn Du Zeit in diese Aufgabe investierst, dann mache auch diesen letzten Schritt und schreibe Deine Ziele und Pläne auf. Selbst wenn Du nur wenige Ziele festlegst – ohne diesen Schritt wird Dir Dein Kopf einen Streich spielen und Deine Ziele immer wieder ein kleines bisschen verändern.

Messe, ob Deine Jahresziele am Ende des Jahres erreicht werden

Ein Ziel zu setzen, ohne zu messen, ob es erreicht wird, ist sinnlos. Darum ist es wichtig, dass Du schon bei der Planung festlegst, wie Du messen willst, ob Du Deine Ziele erreichst und ob Deine Maßnahmen von Erfolg gekrönt waren. Oder auch, ob die geplanten Maßnahmen bis zum Jahresende überhaupt umgesetzt wurden.

Warum ich mein Jahr nicht bis ins letzte Detail plane

Ich habe mich dazu entschieden, auf die Jahresplanung weitgehend zu verzichten. Ich setze einige grobe Jahresziele, plane aber nicht bis ins Detail. Insbesondere plane ich nicht, welche Schritte ich wann machen möchte.

Der Grund dafür liegt darin, dass ich zu Jahresbeginn nicht wirklich sagen kann, wie sich mein Geschäft entwickeln wird. Eine Planung über alle Monate bis ins Detail würde mir die Option nehmen, aus den Ergebnissen zu lernen und meine Maßnahmen anzupassen. Außerdem wäre sie viel zu komplex.

Was ich statt einer Jahresplanung nutze

Statt einer Jahresplanung mache ich eine Quartalsplanung. Diesen Ansatz habe ich aus dem Buch „Das 12-Wochen-Jahr: Wie Sie in 12 Wochen mehr schaffen als andere in 12 Monaten“ von Brian Moran und Michael Lennington übernommen. Obwohl die Autoren davon abraten, die 12 Wochen als Quartalsplanung zu betrachten, fällt es mir leichter, mich an den Quartalen des Jahres zu orientieren.

Die 12-Wochen-Periode ist überschaubar genug, um einerseits konkrete Ziele zu setzen und konkrete Maßnahmen zu bestimmen. Andererseits ist sie lang genug, um Schritte zu planen und umzusetzen.

Dadurch steigt zum einen die Wahrscheinlichkeit, dass ich meine Ziele erreiche und zum anderen kann ich innerhalb der Jahresfrist viermal häufiger auf Veränderungen reagieren als in der Jahresplanung.

Als Solopreneur habe ich hier gegenüber einem mittelständischen Unternehmen allerdings auch den Vorteil größerer Flexibilität. Damit muss mein Vorgehen nicht zwingend auch für Dich und Dein Unternehmen die richtige Wahl sein.

Jahresziele sind ein wichtiger Aspekt in der Jahresplanung

Wie Dir eine klare und fokussierte Positionierung bei der Jahresplanung hilft

Vielleicht fragst Du Dich, warum ich als Experte für Positionierung über die Jahresplanung schreibe. Der Grund liegt darin, dass ich immer wieder sehe, dass Unternehmer oder Solopreneure, die sich mit der Jahresplanung schwertun, häufig eben auch keine Klarheit in ihrer Positionierung haben.

Der Zusammenhang ist logisch: Wenn Du nicht weißt, wem Du mit Deinem Business welchen Nutzen bringen und wofür Du in den Köpfen Deiner Zielkunden stehen willst, dann wird jede Form der Planung schwer:

  • Wie solltest Du Jahresziele für ein Unternehmen festlegen, wenn Du die langfristige strategische Richtung nicht kennst?
  • Wie willst Du persönliche Ziele und vor allem Schritte und Maßnahmen festlegen, wenn Du nicht weißt, wohin sich Dein Business entwickeln soll?
  • Wie willst Du Ziele für Umsatz und Ertrag definieren, wenn Du wie in den vergangenen Jahren vom Wettbewerb und Preiskampf getrieben wirst?

Starte die Jahresplanung mit Deiner Positionierung

Wenn Du bisher keine klare und fokussierte Positionierung für Dein Unternehmen oder Deine Selbständigkeit erarbeitet hast, ist es eine gute Idee damit zu starten, bevor Du in die Jahresplanung oder Quartalsplanung einsteigst.

Statt die nächsten Ziele ohne Klarheit einfach festzulegen und dann im nächsten Jahr Deine Zahlen nicht zu erreichen, solltest Du unbedingt zuerst an Deiner Positionierung arbeiten.

Das kannst Du ganz allein tun und wenn Du sehr diszipliniert und selbstreflektiert bist, kann das auch funktionieren. Du kannst die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg aber deutlich steigern, indem Du Dir Unterstützung suchst.

Ich biete Dir zwei Möglichkeiten der Unterstützung:

  • Auf meiner Positionierungs-Plattform findest Du andere Unternehmer, Selbständige und Unternehmer, die wie Du ihr Unternehmen strategisch voranbringen und wirklich profitabel machen wollen. In regelmäßigen Live-Session tauschst Du Dich mit ihnen und mir aus und im Einführungskurs „In 6 Wochen zur fokussierten Positionierung“ arbeitest Du im Austausch mit anderen und mir Deine Positionierung.
  • Im 1:1-Positionierungs-Coaching mit mir führe ich Dich komplett durch den Prozess. In intensiven 1:1-Workshops erarbeiten wir gemeinsam eine fokussierte und einzigartige Positionierung für Dein Business.

Auf dem Fundament einer klaren Positionierung wird Dir die Aufgabe der Planung deutlich leichter fallen – egal, ob Du Dich für eine Jahresplanung oder wie ich für einen kürzeren Planungshorizont entscheidest.

Fokussiere Deine Positionierung mit mir

In individuellen 1:1-Workshops per Zoom erarbeiten wir eine einzigartige Positionierung für Dein Unternehmen.

Positionierungs-Experte Dr. Markus Selders
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