Storytelling im Marketing: Was hat es mit macht zu tun?

Storytelling im Marketing: Wer Macht hat, braucht kein Storytelling. Warum Du es in Deinem Marketing brachst, erfährst Du in diesem Artikel.

Storytelling machte mein Studium spannend

Kannst Du Dich noch an Dein Studium erinnern? Mal ehrlich: Wie viele Vorlesungen hättest Du freiwillig besucht? Ganz einfach, weil Du begeistert und inspiriert aus dieser Vorlesung herausgegangen bist?

Bei mir waren es eine Handvoll. Diese Professoren hatten es drauf, in den Vorlesungen auch mal spannende Geschichten zu erzählen. Beispiele aus der Praxis oder teilweise auch aus ihrem eigenen Leben. Damit meine ich nicht das belanglose Gelaber über ihr Leben, das ich mir in der Schule noch ganz gerne von manchem Lehrer angehört habe, weil es immer noch spannender als Unterricht war. Ich meine Geschichten, die einen klaren Bezug zum Thema hatten. Am Ende einer solchen Vorlesung dachte ich dann nicht „endlich vorbei“, sondern „wow, wo ist die Zeit geblieben?“

Vorlesung ohne Storytelling – das geht über Macht

Leider war das eher die Ausnahme als die Regel. Auf der anderen Seite hatte ich Professoren, die den Begriff „Vorlesung“ sehr wörtlich interpretiert haben. Einer hat sich tatsächlich vorne hingestellt und einfach sein Buch vorgelesen – Wort für Wort.

Aber das war noch ok, da habe ich mir gesagt „Lesen kann ich selbst“ und sein Buch zuhause durchgearbeitet. Ok, meist war das kurz vor der Klausur, aber es hat gereicht. Schlimmer waren die Professoren, die sich nicht an irgendwelche Bücher hielten, aber trotzdem langweilige Vorlesungen hatten. Die konnte ich dann nicht einfach ausfallen lassen.

Denn sie hatten ein mächtiges Machtinstrument, um mich zum Zuhören zu zwingen: Das Wort „klausurrelevant“. Wer „klausurrelevant“ als Machtinstrument hat, der braucht kein Storytelling.

Darum braucht Dein Marketing Storytelling

Warum erzähle ich Dir das? Nun ganz einfach: Deine Wunschkunden schreiben keine Klausuren über Deine Produkte und Dienstleistungen. Das ist vielleicht schade für Dich, aber großes Glück für Deine Kunden. Die Macht ist hier genau andersherum verteilt. Du kannst sie nicht zum Zuhören zwingen, aber Du darfst sie begeistern.

Wenn Du aber die Informationen über Deine Produkte und Dienstleistungen staubtrocken und langweilig rüberbringst, wird Dir das nicht gelingen. Wenn Du Deine Argumente in einer spannenden Geschichte verpackst, hören Dir Deine Kunden gerne zu, oder lesen oder schauen – wie immer Du diese Geschichte präsentierst.

Du brauchst Storytelling, weil Du keine Macht hast.

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Mit Storytelling in den Kopf kommen

Versuche in den Kopf Deiner Kunden zu kommen!

  • Was finden Deine Kunden spannend?
  • Was bringt ihnen die richtigen Bilder in den Kopf?
  • Und vor allem: Was bewegt sie emotional?

Starke Emotionen wirken

Wenn etwas mit starken Emotionen verknüpft ist, merken wir es uns besser. Und wir wollen ja, dass sich Deine Wunschkunden merken, warum Sie gerade mit Dir arbeiten sollten.

Ein Beispiel: Denk mal bitte an Deinen ersten Kuss.

Ich wette, Du könntest mir aus dem Stand sagen, wen Du geküsst hast. Wo das war. Wie die Situation war. Was unmittelbar davor passiert ist. Der erst Kuss ist wohl für uns alle ein emotional einschneidendes Erlebnis, das wir nicht vergessen.

Und jetzt denk mal daran, wann Du das letzte Mal Papier für den Bürodrucker gekauft hast. Irgendwelche Erinnerungen? Und wenn ja, welche die auch nur annähernd so klar sind, wie beim ersten Kuss?

Dabei ist dieser erste Kuss doch viel länger her.

Als Podcast hören

Wir merken uns gute Stories besser als Fakten

Ok, vielleicht sagst Du jetzt, das Beispiel ist zu extrem. Dann denk doch bitte mal an die Handlung in Deinem Lieblingsfilm oder Deinem Lieblingsbuch. Und an die Fakten aus Deinem letzten Fachbuch, Wenn Du das Fachbuch nicht gerade zugeschlagen hast, wird das Ergebnis das gleiche sein, oder?

Das ist die Macht guter Geschichten. Die Macht, die Du brauchst, weil Du Deine Kunden nicht zum Lesen oder Zuhören zwingen kannst.

Impulse für Dein B2B-Marketing:

  • Deine Werbung ist kein Fachartikel und auch keine Vorlesung.
  • Verlass Dich nicht nur auf Zahlen, Daten und Fakten.
  • Verwende keine abstrakten Definitionen und Prozessbeschreibungen.
  • Setze auf bildliche Sprache.
  • Finde heraus, was die Bedürfnisse Deiner Kunden sind und sprich sie direkt an.
  • Verwende konkrete Beispiele, wo immer Du kannst. Das können zum Beispiel kurze Fallstudien sein, in denen Du zeigst, wie Du bei Referenzkunden echte Probleme gelöst hast.

Zum Thema Beispiele in Werbetexten habe ich schon einmal ein Video gemacht. Das verlinke ich Dir hier.

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