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Killt die Uni unternehmerisches Denken und Handeln?

Killt die Uni unternehmerisches Denken? Darum geht es in dieser Ausgabe von SELDERS.TV. Und ich zeige Dir etwas, das ich für ein universelles Erfolgsgeheimnis halte. Etwas, das so einfach und banal ist, dass Du es an der Uni nicht lernst.

Weniger unternehmerisches Denken und Handeln durch das Studium?

Wenn ich mich an meine Uni-Zeit zurückerinnere, habe ich dort gerade in meinen Vorlesungen zu Marketing und Unternehmensstrategie viele interessante Dinge gelernt. Und doch gab es etwas, das ich dort nicht gelernt habe. Oder zumindest nicht mit dem Nachdruck, mit dem es nötig gewesen wäre. Etwas, das wichtiger ist als alle komplexen Modelle und Konzepte zusammen.

Erfolgreicher ohne Studium?

Nach meinem Studium habe ich dann immer wieder erfolgreiche Unternehmer gesehen, die nicht studiert hatten. Und als ich jung war und frisch von der Uni kam, habe ich mich gefragt:

„Wie sind die so erfolgreich geworden, obwohl sie doch gar kein BWL studiert haben?“

Ich hoffe, Du verzeihst mir diese arrogante Denkweise. Ich war 25, hatte gerade ein ziemlich gutes Diplom hingelegt und kam mir damit ziemlich „allwissend“ vor. Es konnte doch nicht sein, dass all das, was ich so mühevoll gelernt hatte, gar nicht entscheidend war. Oder doch?

Es hat dann noch einige Zeit gedauert, bis ich mich gefragt habe: „Haben diese Unternehmer vielleicht gerade deshalb Erfolg, weil sie nichtstudiert hatten?“ Konnte es wirklich sein, dass das ihr Erfolgsgeheimnis war?

Geheimnisse erfolgreicher Unternehmer

Heute denke ich, dass der Erfolg dieser Unternehmer auf zwei wichtigen Faktoren beruht:

  • Unternehmerisches Denken und Handeln
  • Das was ich als das universelle Erfolgsgeheimnis jedes Unternehmers bezeichnen würde - dazu weiter unten mehr.

Unternehmerisch denken und handeln

Zunächst mal das Thema Unternehmerisches Denken und Handeln. Ich glaube mein BWL-Studium hat mein unternehmerisches Denken und Handeln eher geschwächt als gestärkt. Und damit meine ich gar nicht mal die Inhalte, sondern eher das Studium als solches. Zumindest so, wie mein Studium vor 20 Jahren war.

Meine allerersten unternehmerischen Erfahrungen

In der Schule war ich nie der Beste und Schule hat mich auch nicht wirklich interessiert. Dafür war ich in der Schülerzeitung aktiv, habe dort die Anzeigen und auch die Finanzen gemanagt. Ich glaube so etwa seitdem ich 16 war.

Als ich in der 12. Klasse war – wir hatten noch 13 Jahre bis zum Abitur – kam die Jahrgangsstufe über mir zu mir und fragte, ob ich das nicht auch für ihre Abizeitung übernehmen könnte. Ich habe mit ihnen eine Vereinbarung getroffen und bin mit ins Risiko gegangen. Die lokalen Unternehmer kannte ich ja über die Schülerzeitung und so habe ich recht schnell genügend Anzeigen reingeholt, um den Druck zu finanzieren. Auch die Druckerei kannte ich ja schon von der Schülerzeitung.

Erste kleine unternehmerische Erfolge – ganz ohne BWL-Studium

Am Ende hatte ich auf diese Weise meine erstes – zugegebenermaßen sehr bescheidenes – Auto finanziert. Ohne BWL-Studium, nur mit den 4 Grundrechenarten und einem bisschen unternehmerischem Wissen, was ich von meinen selbstständigen Eltern mitbekommen hatte.

Dann kam mein Studium und ich hatte – anders als viele meiner Kommilitonen – richtig Lust auf BWL. Ich wollte lernen, wie man ein guter Unternehmer wird und worauf man achten muss. Ich wollte verstehen, wie erfolgreiche Unternehmen funktionieren.

Unternehmer oder Manager?

In diesem Studium wurde das „Geschäfte-Machen“ immer komplizierter. Privatrecht, internes und externes Rechnungswesen, Entscheidungslehre, Werbewirkungsforschung und vieles mehr. Alles Themen, die im Grunde auf sehr große Unternehmen ausgerichtet waren.

Was ich erst viel später verstand: Ich lernte nicht, ein guter Unternehmer zu werden. Ich lernte, ein guter Manager zu werden.

Wissenschaftlich arbeiten oder handeln wie ein Unternehmer?

Und es gab noch etwas: Das Wissenschaftliches Arbeiten. Das ist im Grunde das genaue Gegenteil von unternehmerischem Handeln.

Ein Unternehmer entwickelt eigene Ideen. Ein Wissenschaftler recherchiert erst einmal den Stand der Wissenschaft und zitiert andere Wissenschaftler. So habe ich es zumindest mitbekommen. Ich erinnere mich an Professoren, die Seminararbeiten nach der Zahl der zitierten Quellen beurteilten.

Ein Unternehmer steht hinter seinen Ideen und überzeugt seine Kunden davon. Ein Wissenschaftler sucht immer nach der Wahrheit und relativiert seine Aussagen, weil er weiß, dass er noch nicht alles weiß.

Ein Unternehmer sucht nach einer einfachen Lösung für ein konkretes Problem. Für einen Wissenschaftler ist eine Lösung spannend, wenn sie möglichst allgemeingültig ist und alle Eventualitäten berücksichtigt.

Wissenschaftliches Arbeiten ist nicht besser oder schlechter

Versteh mich bitte nicht falsch. Das eine ist nicht besser als das andere. Wissenschaftler müssen wissenschaftlich arbeiten. Und Unternehmer müssen unternehmerisch denken. Doch zumindest zu meiner Zeit vermittelte das BWL-Studium eben eher wissenschaftliches als unternehmerisches Denken.

Denke nicht zu komplex!

Dieses wissenschaftliche Denken ist komplex. Und dieses komplexe Denken ist es auch, was meiner Meinung nach den Blick auf den zweiten Punkt vernebelt. Denn ich bin überzeugt, es gibt ein einfaches Erfolgsgeheimnis, das sich auf zwei Worte zusammenfassen lässt.

Dieses Erfolgsgeheimnis verstehen einige Unternehmer offenbar ganz intuitiv - ohne komplexe Modelle und ohne lange darüber nachzudenken. Und andere verstehen es eben nicht so gut.

Universelles Erfolgsgeheimnis: Sei nützlich!

Nun fragst Du Dich vielleicht, wie dieses Erfolgsgeheimnis den nun heißt. Es sind zwei ganz einfache Worte:

Sei nützlich!

Wenn Dein Produkt oder Deine Dienstleistung für andere Menschen nützlich ist, wirst Du Erfolg haben. Das klingt banal? Das istbanal. So banal, dass viele – gerade studierte – Unternehmer es immer wieder übersehen.

  • Wie viele komplexe Produkte gibt es da draußen, die in dieser Komplexität kein Mensch braucht?
  • Wie viele Dienstleistungen gibt es, die technisch oder handwerklich auf dem höchsten Niveau sind und doch an den Bedürfnissen der Kunden vorbei zielen?

Zu banal für Uni-Absolventen?

Gerade studierte Unternehmer denken häufig zu kompliziert für diese banale Erkenntnis. Weil sie eine Technologie entwickelt haben, die so innovativ ist, dass sie unbedingt verkauft werden muss. Oder weil sie glauben, etwas besser zu können als andere, weil sie es studiert haben. Weil sie die Kunden - und die Nicht-Kunden - nicht fragen, was sie wirklich brauchen.

Wie kann ich für Dich nützlich sein?

Ich nehme mich hier gar nicht aus. Vielleicht denke auch ich zu kompliziert. Vielleicht treffe auch nicht alle meine Videos und Artikel die Bedürfnisse meiner Zuschauer und Leser. Vielleicht setze nicht an den wichtigsten Problemen an. Darum frage ich Dich heute:

Was sind Deine größten Herausforderungen als Unternehmer? Vor welchen Problemen stehst Du, wenn Du Deine Produkte und Dienstleistungen verkaufen willst? Wie kann ich Dir dabei helfen?

Schreib mir eine Mail an markus@selders.com. Vielleicht kann ich Dich direkt unterstützen oder in Zukunft ein Video oder einen Artikle zum Thema machen.

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