SELDERS.TV - Komplexes einfach verkaufen

3 Möglichkeiten, wie Du den besten Firmennamen findest

Transkript: 3 Möglichkeiten, mit dem Du den besten Firmennamen findest

Welche Möglichkeiten hast Du, den besten Namen für Dein Unternehmen zu finden? Darüber spreche ich heute mit Dir in diesem Video.

Hallo, Markus hier von SELDERS.TV! Ich möchte Dir dabei helfen, Deine komplexen Produkte und Dienstleistungen einfacher zu verkaufen.

Heute fange ich mal ganz vorne an und spreche mit Dir über Deinen Firmennamen. Das heißt diese Folge richtet sich auch ein bisschen mehr an Gründer als an bestehende Unternehmer oder an bereits erfolgreiche Unternehmer. Aber, auch wenn Du schon Unternehmer bist, schau es Dir an, denn ich spreche hier synonym über Firmennamen und Markennamen, weil ich einfach davon ausgehe, dass Du mit Deinem Unternehmen in einer Größe bist, wo Du noch keine Mehrmarken-Strategie verfolgst und mehrere Marken gleichzeitig bespielst.

Vorneweg: Was für Möglichkeiten hast Du, um Deinen Firmennamen auszuwählen. Ich möchte heute mit Dir da über drei Optionen sprechen, die Du hast.

Das eine ist eine Abkürzung. Du kannst eine Abkürzung verwenden, um Deinem Unternehmen einen Namen zu geben.

Das zweite ist ein Kunstwort oder ein Wort aus einer anderen Sprache, das nicht direkt etwas mit Deinem Produkt zu tun hat.

Und das dritte ist naheliegend. Das ist nämlich Dein Name, Dein Familienname.

Fangen wir an mit den Abkürzungen. Ich merke das, wenn ich mit jungen Unternehmern oder Gründern spreche, dass Abkürzungen eigentlich sehr beliebt sind für Unternehmen. Das Unternehmen wirkt groß, die XYZ GmbH oder die ABC AG. Das wirkt wichtig, je nach Abkürzung wirkt es International. Und es gibt ja tatsächlich auch viele erfolgreiche Unternehmen, die Abkürzungen im Namen haben. Zum Beispiel IBM, BMW oder GE.

Was man dabei häufig nicht sieht, ist dass diese Unternehmen nicht immer Abkürzungen als Namen hatten, sondern oft mit den Langformen dieser Abkürzungen angefangen haben. IBM hieß ursprünglich International Business Machines. BMW hier ursprünglich Bayerische Motoren Werke – heißt auch heute noch so. Und GE kommt von General Electric.

Und oft ist es so, dass sich diese Abkürzungen im Laufe der Zeit herausgebildet haben auch in der Kommunikation mit dem Kunden aber nicht die ursprüngliche Intention waren, sondern sich eben mit der Zeit – und bei diesen Unternehmen sprechen wir von einer langen Zeit – sich mit der Zeit entwickelt haben.

Und darum rate ich Dir nicht unbedingt mit einer Abkürzung anzufangen. Abkürzungen sind schwerer zu merken, weil wir keine Bedeutung hinter den Buchstaben haben. Es sind einfach drei, vier Buchstaben an einander gereiht. Abkürzungen bleiben auch sehr abstrakt, was für das Gedächtnis auch nicht unbedingt das Beste ist. Und Abkürzungen sind – wenn Du nicht schon eine große Marke bist – auch relativ austauschbar, weil es eben nur eine sehr begrenzte Anzahl an Möglichkeiten gibt, wenige Buchstaben zu kombinieren. Das heißt Du darfst eigentlich bei jeder Drei-Buchstaben-Abkürzung davon ausgehen, dass irgendwo in Deutschland oder auf dieser Welt schon jemand einmal sein Unternehmen nach dieser Abkürzung benannt hat.

Die zweite Möglichkeit sind Kunstworte. Oder eben Worte aus einer Fremdsprache und teilweise auch aus der eigenen Sprache, die dann aber keinen direkten Bezug zu Deinem Produkt und zu Deiner Branche haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Firma Apple. Hier hat man etwas völlig außerhalb aus der Computerbranche genommen, um sein Unternehmen danach zu bezeichnen. Das war sicherlich auch gerade in der damaligen Zeit für IT-Unternehmen, für Computer eine eher ungewöhnliche Art, sein Unternehmen zu benennen.

Ein anderes Beispiel wäre – hier aus Aachen ein Erfolgsunternehmen – die Firma Aixtron, die auch sehr erfolgreich einen Markt erobert hat und die dieses „Aix“ im Namen hat, was ich glaube seither ziemlich viele Unternehmen aufgegriffen haben in ihrer Benennung, um zu zeigen, dass das Unternehmen aus Aachen kommt. Ich habe so ein bisschen die Einschätzung, außerhalb von Aachen versteht man das nicht so unbedingt, dann ist es mehr ein Kunstwort ohne Bedeutung. Und ich glaube heute ist es auch ein bisschen abgenutzt dieses „Aix“ und deshalb würde ich es nicht unbedingt verwenden. Aber Aixtron ist trotzdem ein Beispiel, wie man mit einem Kunstwort ein sehr erfolgreiches Unternehmen aufbauen kann.

Und eine dritte Möglichkeit wäre vielleicht das Beratungsunternehmen Accenture, was sich erst vor einiger Zeit diesen neuen Namen gegeben hat. Und hier sehe ich auch einen Trend, dass sich nämlich große Konzerne heute ganz gerne Kunstworte als Namen zu geben, um internationaler zur wirken, um größer zu wirken.

Und ein gut gewähltes Kunstwort,

  • das zu Deinem Unternehmen, zu dem was Du tust passt
  • das leicht zu merken ist
  • das einen angenehmen Klang hat
  • das wenn Du international tätig werden willst, keine schlechte Bedeutung in einer Sprache hat, wo Du in den Markt möchtest
  • und das dann noch leicht zu merken ist, als kurz und prägnant ist

das kann ein echter Erfolgsfaktor für ein Unternehmen sein. 

Und es eignet sich besonders dann, wenn Du Dein Unternehmen mit mehreren Gründern gründest. Denn dann kannst Du nicht alle Namen der Unternehmer, der Gründer an die Tür schreiben. Das wird dann irgendwann zu lang. Und dann bleibt Dir eigentlich fast gar nichts anderes übrig, als auf ein Kunstwort auszuweichen.

Und die dritte Alternative – habe ich gerade schon gesagt: Du kannst Deinen eigenen Namen an die Tür schreiben. Und trotzdem stelle ich fest, dass das bei Gründern relativ unbeliebt ist fast schon, also relativ selten verwendet wird. Gerade in der Technologie-Branche soll alles sehr innovativ klingen. Es soll alles international klingen und es soll alles eine gewisse Größe darstellen. Nur wenn Du jetzt mit Deinem Unternehmen als relativ kleiner Gründer anfängst, dann werden erstens Deine Kunden merken, dass Du diesem Anspruch der Größe, der Internationalität überhaupt nicht gerecht werden kannst. Und zweitens wirst Du ohnehin derjenige sein, der für Dein Unternehmen die Werbung macht, das Marketing macht und die Kontakte knüpft.

Das heißt, wenn Dein Name an der Tür steht, dann muss sich Dein Kontakt, Dein Gesprächspartner auch nur einen Namen merken. Weil Dein Name ist gleichzeitig der Name des Unternehmens. Und Dein Gesprächspartner muss sich nicht merken „Herr Maier von der Firma XY“, sondern kann sich direkt merken „Herr Maier von Maier Electronics“ oder was auch immer Du da vielleicht noch als Zusatz zu Deinem Namen beschreibend in Deinen Firmennamen aufnimmst und damit auch schon im Firmennamen sehr deutlich klarmachen kannst, worum es bei Deinem Unternehmen eigentlich geht.

Und da möchte ich noch auf einen Vorbehalt eingehen, den ich auch manchmal sehe. Ich habe das Gefühl, manche wollen ihren Namen nicht ihrem Unternehmen geben, ihren eigenen Namen nicht ihrem Unternehmen geben, weil sie sich ein Stück weit von ihrem Unternehmen, von ihrer Gründung distanzieren wollen.

Das erzeugt nur leider nach außen oft den Eindruck: „Du stehst da nicht voll hinter.“, „Du glaubst nicht voll an die Idee.“ Und „Du gehst nicht mit vollem Einsatz ran.“

Und umgekehrt ist es eins der stärksten Signale, dass Du an Dein Unternehmen glaubst, dass Du von Deiner Idee überzeugt bist, wenn Du Deinen eigenen Namen an die Tür schreibst. Das hat mal der Babynahrungshersteller Claus Hipp in der Werbung sehr gut auf den Punkt gebracht:

„Dafür stehe ich mit meinem Namen.“

Darum mein Tipp: Wenn Du alleine gründest, denk darüber nach, ob Dein Name als Unternehmensname nicht eine gute Option ist. Du musst natürlich schauen, wenn Du einen Namen hast,

  • den keiner aussprechen kann,
  • wo keiner weiß, wie man den schreibt,
  • oder der extrem austauschbar ist, wie Müller, Maier oder was auch immer es für Namen gibt – Schmitz – die im Telefonbuch ganze Seite füllen.

Dann solltest Du Dir überlegen, ob das der richtige ist.

Aber ansonsten denk drüber nach, ziehe es in Betracht, Deinen Namen an die Tür zu schreiben, Deinen Namen Deinem Unternehmen zu schenken. Die Kraft des eigenen Namens als Unternehmensname, als Markenname ist etwas, was ich auch erst mit der Zeit erkannt habe und früher da auch selbst anders gehandelt hätte.

Das war’s für heute. Wie denkst Du darüber? Wie nennst Du Dein Unternehmen? Wie würdest Du Dein Unternehmen nennen, falls Du noch nicht gegründet hast? Welche dieser drei Optionen würdest Du wählen? Bist Du vielleicht anderer Meinung? Schreibs mir unten in die Kommentare! Wenn es dir gefallen hat, gib dem Video ein Like! Und falls Du es noch nicht getan hast, abonniere SELDERS.TV! Du bekommst hier jede Woche Tipps und Tricks, wie Du Deine komplexen Produkte und Dienstleistungen einfacher verkaufen kannst.

Ich freue mich, wenn Du nächste Woche wieder zuschaust und wünsche Dir bis dahin viel Erfolg in Deinem Marketing!

Mehr SELDERS.TV